Unser Motiv zur Jahreslosung für das Jahr 2020, die aus Markus 9, Vers 24 stammte und wie folgt lautete: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben!" Wir haben des Design dazu gestalet, dass eine Turmspringerin absprungbereit auf einem Sprungturm zeigt.
Jedes Jahr begleitet ein besonderer Bibelvers Millionen Christen durch den Alltag. Er begegnet uns auf Postkarten, Postern, Kalendern, in Gemeindebriefen, Andachten, Predigten und Schaukästen. Viele Menschen schreiben ihn sich auf, hängen ihn an den Kühlschrank oder stellen ihn als Bildschirmhintergrund ein.
Die Jahreslosung gehört heute zu den bekanntesten christlichen Traditionen im deutschsprachigen Raum. Doch ihre Geschichte reicht weiter zurück, als viele vermuten.
Die erste Jahreslosung wurde für das Jahr 1930 ausgewählt. Verantwortlich war der schwäbische Pfarrer Otto Riethmüller. Damals ahnte vermutlich niemand, dass aus dieser Idee eine Bewegung entstehen würde, die Generationen von Christen begleiten sollte.
Die erste Jahreslosung lautete:
„Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht.“
Römer 1,16
Seitdem wurde Jahr für Jahr ein neuer Bibelvers ausgewählt. Während politische Systeme kamen und gingen, während Kriege, Krisen und gesellschaftliche Umbrüche das Leben prägten, blieb die Jahreslosung bestehen und erinnerte Menschen an Gottes Treue.
Eine weit verbreitete Annahme lautet, dass die Herrnhuter Brüdergemeine die Jahreslosung auswählt. Das liegt nahe, weil die Herrnhuter seit Jahrhunderten die bekannten Tageslosungen herausgeben.
Tatsächlich wird die Jahreslosung jedoch von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) festgelegt.
Die ÖAB vereint zahlreiche christliche Verbände, Werke und Kirchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dadurch besitzt die Jahreslosung einen besonderen ökumenischen Charakter und wird von Christen unterschiedlichster Prägungen gemeinsam getragen.
Der Weg zur Jahreslosung beginnt mehrere Jahre vor ihrer Veröffentlichung. Die Mitgliedsverbände schlagen Bibelverse aus dem ökumenischen Bibelleseplan vor. Diese werden diskutiert, geprüft und in mehreren Beratungsrunden eingegrenzt.
Am Ende gelangen zwei Verse in die Schlussabstimmung. Der Vers mit der absoluten Mehrheit wird schließlich zur Jahreslosung erklärt.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Auswahl bereits drei Jahre im Voraus erfolgt. Dadurch erhalten Gemeinden, Verlage und christliche Werke ausreichend Zeit, Materialien vorzubereiten.
Ein einzelner Bibelvers kann natürlich nicht die gesamte Botschaft der Bibel zusammenfassen. Dennoch entfaltet die Jahreslosung oft eine erstaunliche Wirkung.
Viele Menschen berichten, dass sie ihnen genau im richtigen Moment begegnet ist. Ein Vers, der zunächst unscheinbar wirkte, erhielt plötzlich persönliche Bedeutung. In Zeiten der Freude wurde er zum Dank. In Krisen wurde er zum Trost. In Zeiten der Unsicherheit wurde er zum Wegweiser.
Die Jahreslosung ist keine Zukunftsvorhersage. Sie soll nicht erklären, was im kommenden Jahr geschehen wird. Vielmehr lenkt sie den Blick auf eine Wahrheit der Bibel, die Menschen durch die kommenden Monate begleiten kann.
Vielleicht liegt genau darin ihre besondere Stärke: Unabhängig von politischen Entwicklungen, wirtschaftlichen Veränderungen oder persönlichen Lebenssituationen erinnert sie an Gottes bleibende Zusagen.
In vielen Gemeinden prägt die Jahreslosung das gesamte Kirchenjahr. Sie findet sich in Predigtreihen, Bibelstunden, Hauskreisen und Gemeindebriefen wieder. Zahlreiche Schaukästen werden mit dem jeweiligen Bibelvers gestaltet.
Besonders zum Jahreswechsel werden Postkarten, Faltkarten, Poster, Leinwanddrucke und Banner eingesetzt, um die Botschaft sichtbar werden zu lassen.
Nicht nur Gemeinden greifen die Jahreslosung auf. Viele Christen möchten sich das ausgewählte Bibelwort bewusst vor Augen halten.
Ein Poster im Wohnzimmer, eine Karte am Spiegel oder ein Bibelvers am Arbeitsplatz können helfen, Gottes Zusagen immer wieder neu wahrzunehmen.
So wird die Jahreslosung zu einem täglichen Begleiter – oft über viele Monate hinweg.
Neben der Jahreslosung veröffentlicht die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen auch die Monatssprüche. Sie erscheinen bereits seit 1934.
Jeder Monat erhält dabei einen eigenen Leitvers. Dadurch entsteht eine zusätzliche Möglichkeit, sich regelmäßig mit Gottes Wort auseinanderzusetzen.
Wer die Jahreslosungen vergangener Jahrzehnte betrachtet, entdeckt ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte. Die ausgewählten Bibelverse standen über Jahren des Aufbruchs, der Unsicherheit, des Friedens und des gesellschaftlichen Wandels.
Viele Christen erinnern sich noch Jahrzehnte später an die Jahreslosung eines bestimmten Jahres, weil sie mit persönlichen Erlebnissen verbunden ist.
Seit 1930 wurden inzwischen weit über neunzig Jahreslosungen veröffentlicht. Jede von ihnen erzählt ihre eigene Geschichte und lädt dazu ein, Gottes Wort aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
In unserem Archiv finden Sie die Jahreslosungen vergangener Jahre sowie Hintergrundinformationen, Auslegungen und weiterführende Beiträge.
Die Jahreslosung verbindet Christen seit fast 100 Jahren.
Sie erinnert daran, dass Gottes Wort Generationen überdauert, Menschen begleitet und auch heute noch Orientierung, Trost und Hoffnung schenken kann.
Die Jahreslosung 2027 begleitet Christen im deutschsprachigen Raum mit der tröstlichen Zusage aus Jesaja 41,10: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“ Entdecken Sie unsere liebevoll gestalteten Medien zur Jahreslosung – von hochwertigen Postkarten über ausdrucksstarke Poster bis hin zu weiteren Produkten für Gemeinden, Schaukästen und Zuhause.
Ein paar Gedanken zum Jahreslosungsvers für das Jahr 2027.
Hier lesen →Ermutigende Postkarten mit starken Motiven und der Jahreslosung 2027.
Postkarten ansehen →„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“
Jesaja 41,10 – Jahreslosung 2027